Lebenshaltungskosten für Studierende in Spanien: Ein realistischer Budgetleitfaden für Erasmus & Bildung
- Anıl GOKTAS
- 24. Dez. 2025
- 4 Min. Lesezeit

Du hast dich für ein Erasmus-, Bachelor- oder Masterstudium in Spanien entschieden. Die Koffer sind gepackt, die Tickets werden kontrolliert. Doch die entscheidende Frage, die alle beschäftigt, lautet: „Wie viel Geld sollte ich dabei haben?“ 💸
Zwischen den im Internet verbreiteten Mythen, Spanien sei sehr günstig, und dem Pessimismus, der Euro sei so stark gestiegen, dass man dort nicht mehr leben könne, ist es schwierig, verlässliche Informationen zu finden. Manche behaupten, mit 500 Euro auszukommen, während andere sagen, 1.500 Euro reichten nicht aus.
In diesem Artikel räumen wir mit Mythen auf und untersuchen die aktuellen Lebenshaltungskosten in Spanien anhand von Kassenbons, Mietverträgen und Erfahrungsberichten von Studierenden . Stift und Papier bereithalten? Los geht's mit der Budgetplanung! 👇
🤔 Ist das Studentenleben in Spanien teuer?
Kurz gesagt: Es kommt darauf an, in welcher Stadt man sich befindet.
Spanien ist im Vergleich zu nordischen Ländern wie Frankreich oder Deutschland immer noch ein studentenfreundlicheres Land. Allerdings sind die Lebenshaltungskosten im Zentrum von Madrid fast doppelt so hoch wie in Granada.
Schauen wir uns nun die durchschnittlichen Kosten (Miete + Lebenshaltungskosten) nach Städten an.
🏙️ Durchschnittliche monatliche Ausgaben nach Stadt
Die Zahlen basieren auf einem typischen Studentenlebensstil (Zimmer in einer Wohngemeinschaft + Lebensmittel + Transport + soziales Leben).
1. Madrid & Barcelona (Major League) 🚩
Dies sind die beiden teuersten Städte Spaniens.
🏠 Zimmerpreis: 450 € – 750 € (Die Nähe zum Zentrum bestimmt den Preis)
🚇 Transport: 20 € – 55 € (Monatskarten für Personen unter 26 Jahren sind in Madrid sehr günstig: 20 €)
🛒 Lebensmittel: 250 € – 350 €
💰 GESAMT: 850 € – 1.200 € / Monat
2. Valencia (Goldenes Zentrum) 🍊
Eine beliebte Erasmus-Stadt, die sowohl die Annehmlichkeiten einer Großstadt als auch relative Erschwinglichkeit bietet.
🏠 Zimmermiete: 350 € – 550 €
🚇 Transport: 20 € – 40 €
🛒 Lebensmittel: 200 € – 300 €
💰 GESAMT: 650 € – 900 € / Monat
3. Sevilla, Granada & Städte im Süden (Budgetfreundlich) 💃
Andalusien ist ein Paradies für Studenten mit kleinem Budget.
🏠 Zimmermiete: 300 € – 500 €
🚇 Transport: 15 € – 30 € (Alles ist fußläufig erreichbar)
🛒 Lebensmittel: 200 € – 280 €
💰 GESAMT: 600 € – 850 € / Monat
🏠 Der größte Kostenfaktor: Miete und Unterkunft
Stellen Sie sich darauf ein, die Hälfte Ihres Budgets für die Unterkunft einzuplanen.
Wohngemeinschaft (Piso Compartido): Dies ist die gängigste und günstigste Option. Fragen Sie unbedingt nach, ob die Nebenkosten (Gastos) inklusive sind. Falls nicht, kann im Winter eine zusätzliche Rechnung von 30–50 € pro Person anfallen.
Studentenwohnheim (Residencia): In Spanien sind private Wohnheime im Allgemeinen teurer als die Anmietung einer Wohnung (die monatlichen Preise können zwischen 700 € und 1000 € liegen, wobei Optionen inklusive Verpflegung teurer sind).
🛒 Küche und Sozialleben: Werde ich hungern?
Ganz und gar nicht! Die Lebensmittelpreise in Spanien sind angemessen.
Mercadona, Lidl, Aldi: Das sind die beliebtesten Supermärkte bei Studenten. Hier kann man seinen Kühlschrank für 40–50 € pro Woche füllen.
Essen gehen: In Spanien ist das „Menú del Día“ (Tagesmenü) weit verbreitet. Mittags kann man für 10–15 € wie ein König speisen, inklusive Vorspeise, Hauptgericht, Dessert und Getränk.
Kaffee & Bier: Eine Tasse Kaffee kostet durchschnittlich 1,50 € - 2,00 €, während ein Bier (caña) zwischen 1,50 € und 3,00 € kostet.
🚌 Transport und versteckte Kosten
Diese "kleinen" Details, die bei der Budgetplanung oft vergessen werden:
Jugendkarten: Viele Städte bieten stark vergünstigte Fahrkarten für den öffentlichen Nahverkehr für unter 26-Jährige (Abono Joven) an. Besorgen Sie sich eine in Ihrer ersten Woche dort.
Telefonanschluss: 10 – 20 € pro Monat (Vodafone, Orange, Yoigo).
Krankenversicherung: Eine private Krankenversicherung, die Sie für Ihr Visum abschließen, kostet in der Regel zwischen 30 und 60 Euro pro Monat.
🎓 Die entscheidende Frage: Ist das Erasmus-Stipendium ausreichend?
Das ist die am häufigsten gestellte Frage. Die ehrliche Antwort: In der Regel nein, das allein reicht nicht aus.
Das Erasmus-Stipendium deckt (je nach Ländergruppe) in der Regel Miete und Grundnahrungsmittel ab. Zusätzlich benötigen Sie möglicherweise monatlich mindestens 200–400 € Unterstützung von Ihrer Familie oder aus Ersparnissen für Reisen, Freizeitaktivitäten und unvorhergesehene Ausgaben.
💡 Tipp: In südlichen Städten (wie Granada) gibt es Studenten, die mit Stipendien allein kaum über die Runden kommen, aber in Madrid/Barcelona ist das nahezu unmöglich.
🤑 4 goldene Taktiken zum Geldsparen
Selbst kochen: Wenn Sie Frühstück und Abendessen zu Hause zubereiten, können Sie Ihr Budget um 40 % entlasten.
Gebrauchtwarengruppen: Lade dir die App „Wallapop“ herunter. Sie ist das spanische Pendant zu Letgo und eignet sich hervorragend zum Kaufen und Verkaufen von Artikeln.
Museen sind kostenlos: Viele Museen bieten sonntags freien Eintritt für Studenten oder für alle Besucher.
Botteón-Kultur: Ähnlich wie es spanische Studenten tun, ist es viel günstiger, sich seine Getränke auf dem Markt zu kaufen und in Parks Kontakte zu knüpfen, als in einer Bar zu sitzen.
Fazit: Keine Angst, planen Sie!
Ein Studium in Spanien kann mit gutem Budgetmanagement zu einer der schönsten Erinnerungen deines Lebens werden, nicht zum Albtraum. Wichtig ist, realistische Erwartungen zu haben und deine Excel-Tabelle im Voraus vorzubereiten, anstatt zu sagen: „Das regel ich schon vor Ort.“
Denk daran: Dich erwartet ein Erlebnis, das jeden Euro wert ist! ✨




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