Leitfaden für die erste Woche in Deutschland. Handyvertrag, Internet und die Angst, offline zu sein 😱 😱
- Anıl GOKTAS
- vor 5 Tagen
- 3 Min. Lesezeit

Dein Flugzeug ist in Deutschland gelandet, du hast die Passkontrolle passiert. Die Aufregung ist groß! Du greifst nach deinem Handy, um deiner Familie eine Nachricht „Bin sicher angekommen“ zu schicken oder eine coole „Neuanfänge 🇩🇪“-Story auf Instagram zu posten. Aber was ist das? Kein Netz. Kein Internet. 🤯 Willkommen! Begrüße deine erste und dringendste Prüfung in Deutschland: Kommunikation.
Wenn du an das billige und schnelle Internet gewöhnt bist, das es in der Türkei an jeder Ecke gibt, wird dich das System in Deutschland vielleicht überraschen (und verärgern). Hier ist der Kauf einer SIM-Karte oder der Anschluss von Internet zu Hause ein bürokratischer Prozess, und ein falscher Schritt kann dich teuer zu stehen kommen. 👇👇👇
📱 1. Die große Frage: Prepaid oder Vertrag? Wenn du einen Telefonladen in Deutschland betrittst (Telekom, Vodafone, O2), wird man dir sofort schicke 24-Monats-Verträge (Vertrag) anbieten. Das mag mit einem neuen Handy verlockend klingen, aber...
⚠️ WARNUNG für Neuankömmlinge: Die 24-Monats-Vertragsfalle!
Was ist das Risiko? Verträge in Deutschland sind in der Regel für 24 Monate bindend und sehr schwer zu kündigen. Es ist ein großes Wagnis, sich für zwei Jahre zu verschulden, wenn noch nicht feststeht, wie lange du bleibst, wie viel Internet du brauchst oder welcher Anbieter in deiner Wohnung den besten Empfang hat.
Bürokratie: Für einen Vertrag benötigt man meist ein deutsches Bankkonto (IBAN) und eine Meldebescheinigung (Anmeldung). Beides hast du in den ersten Tagen vielleicht noch nicht.
✅ Lebensrettender Rat: Supermarkt-Tarife (Prepaid) Der gemeinsame Rat in Chatgruppen: Hol dir für den Anfang unbedingt eine Prepaid-Karte!
Was ist das? Keine Bindung, kein Vertrag. Du zahlst nur das, was du auflädst. Du kannst jederzeit kündigen.
Wo kaufen? Eigenmarken von Supermärkten wie Aldi Talk (Aldi), Lidl Connect (Lidl) oder ja! mobil (Rewe) sind sehr beliebt. Du kaufst an der Kasse ein Starter-Set. Die Preise sind günstig (z. B. 10–20 GB Internet für 10–15 € pro Monat).
Wie aktivieren? Nach dem Kauf musst du deine Identität online per Videoanruf (Video-Ident) verifizieren. Du musst deinen Reisepass vorzeigen und eine Adresse in Deutschland angeben (manchmal reicht sogar eine Hotel- oder Airbnb-Adresse).
🏠 2. Der Heim-Internet-Albtraum: Warum dauert DSL Wochen? Du hast die Wohnung gefunden, Glückwunsch! Jetzt willst du sofort Internet anschließen. Du hast einen Anbieter angerufen und einen Termin vereinbart.
Die bittere Wahrheit: Sie werden dir den Termin nicht für morgen geben, sondern wahrscheinlich erst in 3 bis 6 Wochen!
Warum? Die Prozesse im technischen Service sind in Deutschland unglaublich langsam. Besonders bei DSL-Anschlüssen muss ein Techniker ins Haus kommen, und Termine sind schwer zu bekommen.
Übergangslösungen (Survival-Kit):
Unbegrenztes mobiles Internet: Einige Anbieter (z. B. Freenet Funk, O2 Testkarte) bieten unbegrenztes mobiles Internet zu günstigen Tages- oder Monatspreisen an. Das kannst du einen Monat lang nutzen.
Mobiler Router (Gigacube): Firmen wie Vodafone oder O2 bieten tragbare Modems namens „Gigacube“ an, die man einfach in die Steckdose steckt. Das deckt deinen WLAN-Bedarf, bis DSL geschaltet ist, ist aber etwas teurer.
📡 3. WLAN-Jagd: Kostenlose Hotspots in der Stadt Um Dinge zu erledigen, während du kein Internet hast, musst du zum „WLAN-Jäger“ werden.
Bibliotheken und Universitäten: Hier gibt es das schnellste und zuverlässigste kostenlose Internet. Wenn du Student bist, rettet dir das „eduroam“-Netzwerk das Leben.
Cafés und Fast-Food-Ketten: Bei Starbucks, McDonald's und Co. gibt es reichlich WLAN, aber es ist nicht immer schnell.
Was ist Freifunk? Das ist eine Initiative für ein öffentliches und kostenloses WLAN-Netzwerk, das von Freiwilligen in Deutschland aufgebaut wurde. Besonders auf großen Plätzen oder in Cafés kannst du dich mit dem „Freifunk“-Netz verbinden. Es ist passwortfrei und einfach zu bedienen.




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